Areal Wässerwies (Übersichtsplan)

Areal Wässerwies (FORUM UZH)

Die Universität Zürich will bis 2027 ein neues Bildungs- und Forschungszentrum am Standort Zentrum bauen, das FORUM UZH. Es trägt entscheidend zur Zukunftsfähigkeit des Hochschulstandorts Zürich bei. Aus einem internationalen Architekturwettbewerb ist ein Team unter der Leitung von Herzog & de Meuron zusammen mit b+p baurealisation als Sieger hervorgegangen.

Umfassende Lehr- und Lernlandschaft

Die Universität Zürich (UZH) ist heute auf verschiedene Standorte und viele Liegenschaften in der Stadt verteilt. Durch die Distanz und die teilweise nicht mehr zeitgemässe Infrastruktur gestaltet sich der universitäre Betrieb zunehmend ineffizient. Mit dem Neubau FORUM UZH macht die UZH einen Schritt in Richtung räumliche und technologische Erneuerung.

Das Bildungs- und Forschungszentrum soll an der Einmündung der Gloriastrasse in die Rämistrasse erstellt werden. Es wird ein grosses Selbslernzentrum mit Bibliothek enthalten, Räume für die Lehre, Sportmöglichkeiten, eine Mensa und öffentliche Nutzungen. Die Hörsäle dienen auch als Ersatz für die heutigen Lehrräume der Medizin im «USZ Kernareal» und «Gloriarank», die abgerissen werden. Zudem werden Teile der Rechtswissenschaft, der Wirtschaftswissenschaften und die Neuen Sprachwissenschaften einziehen. Das FORUM UZH wird geschaffen für 6500 Studierende und 1100 Mitarbeitende und bietet rund 700 Arbeitsplätze für Studierende.

Das Projekt

Der Neubau von Herzog & de Meuron orientiert sich an den umliegenden Bauten der Universität und der ETH: Diese stehen von der Strasse zurückversetzt, reagieren mit Sockeln und Terrassen auf die topographischen Gegebenheiten entlang der Rämistrasse und charakterisieren sich durch grosszügige zentrale Hallen. Das FORUM UZH greift diese stadt- und innenräumlichen Typologien in zeitgenössischer Anwendung auf. 

Der Sockel des FORUM UZH fügt sich terrassenartig in den Hang ein. Diese Plateaus verbinden fliessend die Innen- und Aussenräume und werden zu Begegnungsorten für Studierende, Forschende  und die Bevölkerung. Der Sockel dient primär der Lehre. Er erschliesst 9 Hörsäle mit insgesamt 4000 Plätzen, Seminarräume für verschiedene Lehrformate, ein Café, Läden sowie 5 Turnhallen und andere Sporträumlichkeiten für Studierende, Kantonsschüler und Quartierbevölkerung.

Ein zentraler Platz im Hochschulgebiet

Über dem Sockel «schwebt» ein Solitär für die Forschung. Geformt als Trapezkörper beherbergt er primär Büros und Seminarräume sowie die Bibliothek mit doppelgeschossigem Lesesaal und einer Lernlandschaft mit Ausblick zum UZH-Hauptgebäude. Dieser Bau ist weit von der Strasse zurückversetzt, so dass auf dem Sockel ein zentraler Platz im Hochschulgebiet entsteht.

Herzog & de Meuron erklären dazu: «Erst das Anheben eines grossen Teils des Raumprogramms in einen schwebenden Baukörper erlaubte es uns, gleichzeitig Tageslicht in den terrassierten Sockel zu bringen und den öffentlichen Raum zu schaffen, den wir suchten. Mit seiner hohen Aufenthaltsqualität und den vielen Bäumen werden der grosse Platz vor dem Neubau, aber auch das Forum selbst zu einem neuen Brennpunkt des universitären und urbanen Lebens.»

Das Herzstück des Neubaus ist die grosse zentrale Halle, das «Forum». Es ist Aufenthalts-, Begegnungs-, Arbeits- und Veranstaltungsraum. Dieser «akademische Marktplatz» verbindet den Trapezkörper und den Sockel über fünf Geschosse hinweg und setzt sich im Aussenbereich als Garten fort.  

 

Nächste Schritte

Das Projekt wird mit grosser Priorität vorangetrieben. Es wurde Ende 2017 für den Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Wettbewerbsergebnisse wurden im Januar 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Es wird angestrebt, das Bauvorhaben per 2027 realisiert zu haben. Dank dem Neubau FORUM UZH wird die UZH zahlreiche Einzelliegenschaften freigeben, die aufgrund ihres Innenausbaus für die moderne Forschung und Lehre ungeeignet sind und besser als Wohnraum genutzt werden.

Mit dem neuen Lehr- und Lernzentrum FORUM UZH trägt die UZH entscheidend dazu bei, den Hochschulstandort Zürich in die Zukunft zu führen und dessen führende Position zu sichern.