Areal Gloriastrasse/Häldeliweg (Übersichtsplan)

Areal Gloriarank/Häldeliweg

Mehr Raum für die klinische Forschung

Die Universität Zürich (UZH) und ihre beiden universitärmedizinischen Partner im Hochschulgebiet Zürich Zentrum – das Universitätsspital Zürich (USZ) und die ETH Zürich – sehen im Areal Gloriarank / Häldeliweg den Ausbau der klinischen Forschung vor. Die bestehende enge Kooperation in der klinischen Forschung soll durch die bauliche Erneuerung des Areals zukunftsorientiert ausgebaut und optimiert werden. Von einer starken universitären Medizin in Zürich profitieren alle: Die Forschungsgruppen der UZH können ihre medizinischen Erkenntnisse in kontrollierten Studien testen, um die Behandlungsmethoden zu verbessern. Das USZ ist durch die Nähe zur universitären Forschung immer auf dem neusten Stand, was Prävention, Diagnostik und Therapie betrifft. Der medizinische Fortschritt wird beschleunigt, und die Patientinnen und Patienten erhalten Therapien und Spitalleistungen auf höchstem Niveau.

Mehr Raum für die Universitäre Medizin Zürich

Das Areal Gloriarank / Häldeliweg der UZH befindet sich unterhalb der Tramhaltestelle Voltastrasse; links eingegrenzt von der Gloriastrasse und rechts von der Moussonstrasse. Heute finden sich hier auf der linken Seite des Areals, dem sogenannten Gloriarank, die Räumlichkeiten des Instituts für Medizinische Mikrobiologie. Auf der rechten Seite, dem sogenannten Häldeliweg, hat es Hörsäle für Fächer mit sehr vielen Studierenden, das sind insbesondere die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Dank der kurzen Gehdistanz zum Universitätsspital ist das Areal wie geschaffen, um den Austausch zwischen den beiden grossen Playern der Universitären Medizin Zürich (UMZH) zu begünstigen. Künftig soll daher das gesamte Areal der medizinischen Forschung gewidmet werden. Die wegfallenden Lehrflächen werden neu auf dem Areal Wässerwies bereitgestellt (unter anderem für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften).

Gemeinsam genutzte Infrastruktur

Die medizinischen Forschungsflächen sind deshalb auf dem Areal Gloriarank / Häldeliweg geplant, weil sich alle relevanten UMZH-Institutionen nah bei den dort geplanten zentralen technischen Infrastrukturen (Core Facilities) befinden müssen. Sogenannte Core Facilities wie Biobanken, Computer- oder Magnetresonanz-Tomographen spielen in der Spitzenmedizin eine wichtige Rolle. Die national und international führende Position der UMZH ist heute vor allem durch Infrastrukturmängel ernsthaft gefährdet. Deshalb wird auf dem Areal Gloriarank / Häldeliweg in einer ersten von drei Bauetappen eine zeitgemässe zentrale technische Infrastruktur für Forschung und Diagnostik geschaffen, die von den UMZH-Mitgliedern gemeinsam betrieben und genutzt wird. So werden auch Kosten gespart: Einerseits dadurch, dass pro Core Facility nur eine spezialisierte Räumlichkeit für mehrere Nutzer gebaut werden muss. Andererseits dadurch, dass Unterhaltskosten pro Gerät zusammengelegt werden.

Förderung der Infektiologie

In einer zweiten Etappe wird ein Neubau für den Fachbereich Infektiologie erstellt. Der Regierungsrat hat 2007 festgehalten, dass Spitzenleistungen in der hochspezialisierten medizinischen Versorgung innerhalb einer «Gesamtstrategie Hochspezialisierte Medizin» ermöglicht und gefördert werden sollen (Regierungsratsbeschluss Nr. 385/2009). Die Infektiologie geniesst in diesem Strategiepapier höchste Priorität, weil sie mannigfaltige Verbindungen zu den Schwerpunkten Onkologie (Kernareal Ost) und Immunologie (Kernareal Mitte) aufweist, die örtlich nahe beim Kernareal Gloriarank verortet sind. Mit dem Neubau für die Infektiologie an dieser Stelle wird ein optimaler Transfer von Forschungserkenntnissen zwischen den Bereichen sichergestellt. In einer dritten Etappe wird am Gloriarank ergänzende Bildgebungs-Infrastruktur für die Krebsforschung erstellt.

Provisorium für die Medizinische Mikrobiologie

Derzeit nutzt das Institut für Medizinische Mikrobiologie (IMM) die Gebäude am linken Rand des Areals Gloriarank. Das Ensemble besteht aus dem Fietzbau an der Gloriastrasse 32 und dem Giacomettibau an der Gloriastrasse 30 (aus den 1960er-Jahren). Der Fietzbau wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erstellt und weist schwere bauliche Mängel auf, weshalb die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich Ende 2017 die Betriebsbewilligung für den Fietzbau aufhebt. Da das IMM allerdings erst in 15 bis 20 Jahre in den geplanten Neubau auf dem Gloriarank-Areal einziehen kann, wird derzeit ein Provisorium an der Gloriastrasse 28, direkt auf dem bisherigen Parkplatz vor der Gloriastrasse 30, erstellt. Ein Provisorium auf dem Gelände des Gloriaranks ist wegen der Nähe zum USZ sinnvoller als ein Wegzug, denn ein bedeutender Teil der Aufträge erhält die Medizinische Mikrobiologie im Bereich Diagnostik vom USZ. Das Provisorium ist bis 2032 von der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich bewilligt.

Denkmalgeschützte Bauten bleiben erhalten

Nach dem Umzug des Instituts für Medizinische Mikrobiologie in das Provisorium wird der Fietzbau abgerissen. Die Fläche wird bis zur weiteren Verwendung bepflanzt. Die Eingangssituation des angrenzenden geschützten Giacomettibaus an der Gloriastrasse 30 bleibt erhalten, und die Basaltplastik von Ödön Koch wird besonders gewürdigt. Im Giacomettibau werden zirka 2030 die Forschungslabore für die Medizinische Mikrobiologie untergebracht. Die Nutzung des Baus ab 2030 ist noch Bestandteil aktueller Planungen. Ebenfalls erhalten bleiben das Baumeisterhäuschen am Häldeliweg 8, in dem eine Kinderkrippe eingemietet ist, und das Werkstattgebäude am Häldeliweg 10, das ein Lager für Betriebsmaterial beherbergt.