Dachbegrünung und Photovoltaikanlagen auf dem FORUM UZH

Spatenstich für das Functional Genomics Center Zurich am Campus Irchel der Universität Zürich
Spatenstich für das Functional Genomics Center Zurich am Campus Irchel der Universität Zürich
Pergola – als Anlage für erneuerbare Energien auf dem Dach (Quelle: Herzog & de Meuron).

Die Universität Zürich macht mit dem FORUM UZH und dem neuen Zentrum für Zahnmedizin einen grossen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Beide Vorhaben zeichnen sich durch einen nachhaltigen Umgang mit wirtschaftlichen und natürlichen Ressourcen aus.

Der Standort Zentrum der Universität Zürich (UZH) wird in den kommenden 25 Jahren grundlegend erneuert. Dreh- und Angelpunkt wird ab 2028 das Lehr- und Lernzentrum FORUM UZH, von Herzog & de Meuron. Auf dem Areal des jetzigen Universitäts-Kinderspitals in Zürich Hottingen entsteht mit dem neuen Zentrum für Zahnmedizin (ZZM) per 2029 eine hochmoderne Infrastruktur für die Patientenversorgung, die Forschung und die Lehre im Bereich der Zahnmedizin.

Die UZH plant nachhaltig

Nachdem Herzog & de Meuron im Januar 2019 mit einer überraschenden Gloriaterrasse als Platz für das Quartier aufgewartet haben, ist seit kurzem ein weiterer Vorzug des Projekts bekannt geworden: Eine architektonische Verbindung von Rankpflanzen und Photovoltaik-Anlagen führt auf dem Dach des FORUM UZH zu einer intensiv begrünten Pergola, die weither von Zürich-Fluntern sichtbar ist. 

Begrünung und Solaranlagen ergänzen sich auf dem Dach des FORUM UZH und bringen viele Vorteile: Die intensive Bepflanzung vermindert den Hitzeinseleffekt und leistet so einen Beitrag zum Stadtklima. Gleichzeitig wirkt die begrünte Pergola isolierend. Im Sommer bleiben die Räume darunter kühler, im Winter ist der Wärmeverlust durch das Dach geringer. Die Hinterlüftung der Photovoltaikanlage erhöht deren Wirkungsgrad. 

Weniger Gebäudetechnik und verringerte CO2-Emissionen

Dank der «Brise Soleils», die anstelle von Sonnenstoren an den Fassaden eingesetzt werden, wird weniger Energie fürs Kühlen aufgewendet. Ebenso entfällt der Unterhalt von Sonnenstoren. Zudem kommt das FORUM UZH mit einem einzigen System für Heizung und Kühlung aus. Dem «Low-Tech» Ansatz ebenfalls Rechnung trägt die konsequente Nutzung von Abwärme sowie die Einbindung einer freien Kühlung mit Aussenluft (Free-Cooling).

Last but not least spart die UZH durch die Umstellung auf eine Holzhybrid- anstelle einer reinen Betonbauweise CO2 im Umfang der Erstellungsenergie von 77 Einfamilienhäusern.

Die Konturen des Neubaus werden ab Mitte Juli 2021 auf dem Areal abgesteckt.

Klimafreundliches Zentrum für Zahnmedizin

Die konsequente Schonung der Ressourcen in der Erstellung wie auch im Betrieb ist auch ein wesentliches Merkmal des geplanten Zentrums für Zahnmedizin: Reduktion des Fussabdrucks, Holzbauweise, Dachbegrünung und Photovoltaik-Anlagen. Das ZZM wird nach dem FORUM UZH das dritte Gebäude, das das kantonale Hochbauamt für die UZH derart ressourcenschonend realisiert. Als erstes wird zuerst das Sporthallenprovisorium Gloriarank realisiert, welches die Turnhallen der Mittelschulen für die Dauer der Erstellung des FORUM UZH ersetzt. Hier spart die Holzkonstruktion CO2 und ermöglicht durch die Modulbauweise eine bessere Rückbaubarkeit nach Ablauf der 15-jährigen Nutzungsdauer.

 

Jessica Van Wezemael

2021