Upcycling-Möbelprojekt «ReCollection» geht in die nächste Runde
Aus ausrangierten Büromöbeln entstehen neue Designobjekte: Mit der neuen Kollektion von «ReCollection» setzen die Direktion Immobilien und Betrieb der UZH und die Soda Design AG ihr Engagement für Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und innovatives Design fort.
Aus Bestand wird Design
Die neue Upcycling-Möbelserie unter der Federführung des Interior Design Management Teams (IDM) der Direktion Immobilien und Betrieb der UZH baut auf der Nullserie von 2024* auf. Damals wurden in Zusammenarbeit mit dem Immobilienamt des Kantons Zürich aus ausrangierten Büromöbeln 14 kreative Designobjekte entwickelt. Nun wurde die Kollektion um weitere 15 einzigartige Objekte erweitert.
Aus alten Aktenschränken, Tischen und Zubehör entstanden durch die Ideen des IDM und das kreative Design der Soda Design AG** neue Upcycling-Möbel für moderne Arbeitswelten. Langlebige, reparierbare Prototypen machen den Gedanken der Kreislaufwirtschaft in der temporären Ausstellung im West-Park, 6. Stock Süd, sichtbar und erlebbar.
Bestehendes neu interpretiert
Die Upcycling-Entwürfe verbinden schlichtes Design mit hoher Funktionalität. Die Kollektion spielt mit Materialien und Kontrasten. Ursprungsmerkmale wie bestehende Schraublöcher werden bewusst beibehalten oder durch eine monochrome Farbgebung inszeniert. So bleibt der Upcycling-Charakter sichtbar.
Nachhaltig verbunden
Sämtliche Verbindungselemente und Abstandhalter wurden aus recyceltem Filament hergestellt, das aus Schweizer Kunststoffabfällen besteht.
In der Ausstellung sind spezielle Zapfen mit Lamellen zu sehen, die die Stangen miteinander verbinden und die Konstruktion zusammenhalten. Die Ebene verfügt zudem über drei Abstandhalter, die ebenfalls aus diesem recycelten Kunststoff gefertigt sind.
Im Kreislauf gedacht
Ein zentrales Element ist die Wiederverwertung bestehender Wertstoffe wie MDF-Platten, verchromter Stahlrohre und Beschläge, die neu miteinander kombiniert werden. Das zirkuläre Konzept steht für Vielfalt, konsequente Wiederverwendung und Modularität.
Da die Elemente einzeln gelagert werden können, reduzieren sich Lagerplatz und -kosten. Das macht das ökologische Mobiliar auch ökonomisch interessant und entspricht den Grundsätzen der nachhaltigen Beschaffung, zu denen sich der Kanton Zürich und die Universität Zürich bekennen.
Das IDM entwickelt derzeit ein Wertstoffkonzept und die dazugehörigen Prozesse. Bis Ende 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Damit endet die zweite Etappe von ReCollection. Ab 2027 soll das IDM in der Lage sein, nahezu das gesamte Standardmobiliar der UZH aus dem Normprogramm des Kantons Zürich durch Weiterverwendung oder Upcycling im Kreislauf zu halten. Ausgenommen bleiben vorerst technisch anspruchsvolle Produktgruppen wie Bürostühle und Leuchten, für die geeignete Aufarbeitungsprozesse noch entwickelt werden müssen.
Der Kreislauf wird grösser
Mit dem Wertstoffkonzept schafft das IDM die Voraussetzungen, künftig auch gebrauchtes Büromobiliar anderer Organisationseinheiten, kantonaler Institutionen und privater Unternehmen zu übernehmen und weiterzuverwenden. Damit entwickelt sich ReCollection über die Wiederverwendung einzelner Möbelstücke hinaus zu einem umfassenderen Kreislaufansatz: Ressourcen werden geschont, Kosten gesenkt und nachhaltiges Handeln auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene gestärkt.
Die Ausstellung im West-Park, 6. Stock Süd, ist noch bis Mitte Oktober 2026 zu sehen.
Mehr zum Thema:
*ReCollection 2024: Nachhaltigkeit trifft Kreativität – Büromöbel neu gedacht
**Soda Design AG, Mitglied im Verein Made in Zurich
Nachhaltige Beschaffung beim Kanton Zürich
UZH Sustainability Hub