Vier historische Gärten werden zu einem öffentlichen Freiraum
Die Gartensequenz verbindet vier historische Villengärten zwischen Sempersteig und Schienhutgasse zu einem zusammenhängenden Freiraum. Die Anlage steht der Öffentlichkeit offen und dient Universitätsangehörigen zugleich als attraktive Fussverbindung durch das Hochschulgebiet.
Ausgangslage: Verborgene Gärten im Hochschulgebiet
Mit der Verdichtung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum wuchs der Bedarf an öffentlich zugänglichen Freiflächen. Gleichzeitig lagen unterhalb der Hochschulen mehrere historische Villengärten, die weitgehend verborgen, teilweise nicht zugänglich und kaum bekannt waren.
Gestaltung: Historische Gärten behutsam verbunden
Wir beauftragten das Büro mavo Landschaften mit der Gestaltung der Gartensequenz. Mavo verband die vier Gärten mit filigranen Treppen aus Armierungseisen. Die leichten Konstruktionen schweben über dem Gelände und lassen genügend Licht für die Pflanzen durch.
Um den historischen Charakter der Anlage zu bewahren, nutzten wir die fünf bestehenden Zugänge und markierten sie mit einer stilisierten Blattintarsie im Boden als zurückhaltendes Leitsystem. Auf auffällige Hinweistafeln verzichteten wir bewusst.
Auch bei der Materialwahl stand ein schonender Umgang mit Ressourcen im Vordergrund. Wo immer möglich verzichteten wir auf CO₂-intensive Materialien.
Mehrwert: Ein neuer Freiraum für Quartier und Universität
Mit der Gartensequenz entstand ein zusammenhängender, öffentlich zugänglicher Freiraum, der das Hochschulgebiet und das Quartier mit zusätzlicher Aufenthaltsqualität bereichert. Gleichzeitig bleiben die historischen Gärten in ihrer Eigenständigkeit erhalten und werden erstmals als zusammenhängende Anlage erlebbar.
Das Hochparterre Magazin zeichnete das Projekt 2023 mit dem «Silbernen Hasen» in der Kategorie Landschaftsarchitektur aus.